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Das Jahreshoroskop und seine Hürden

Grafik für Jahreshoroskop

Jahreshoroskop und Geburtshoroskop


Sind Jahreshoroskope ein subjektives Orakel?


Prognostisches Horoskop und selbsterfüllende Prophezeiung


Fazit zum Jahreshoroskop






Selbsterfüllende Prophezeiung, Sternenebel15




 

Jahreshoroskop und Geburtshoroskop


Erstellt ein Astrologe ein Jahreshoroskop oder andere prognostische Horoskope, dann hat er hierfür mehrere Techniken zur Auswahl: Solar, Lunar, Transite, Direktionen, Rhythmen usw. Je nach Erfahrung und absolvierter Schule bevorzugt jeder für "sein" Jahreshoroskop eine andere Methode. Eine wichtiger Faktor wird bei all dem Methodenstreit aber gerne vergessen, nämlich das Geburtshoroskop.

Das Geburtshoroskop ist deshalb so wichtig, weil es jedem anderen Horoskop übergeordnet ist und das Jahreshoroskop als temporäre Teilentfaltung des Geburtshoroskops eine völlig zutreffende Definition wäre. Einigen Prognose-Techniken liegt auch genau dieser Grundgedanke zugrunde. Es ist daher ein großer und oft begangener Fehler, nur irgendwelche Prognose-Konstellationen zu deuten, ohne den Blick auf das Geburtshoroskop bzw. auf das GESAMTE Geburtshoroskop. Wenn Jahreshoroskope falsch sind – und das sind sie oft – dann liegt das unter anderem an diesem Fehler. Ein Fehler, den schriftliche computererzeugte Jahreshoroskope übrigens immer aufweisen.

Ein Beispiel: Jemand ist ein sehr phlegmatischer Typ, der gerne in den Tag hinein lebt und wenig Sinn für Ordnung und Pflichtgefühl hat. Sein Geburtshoroskop zeigt dementsprechend z.B. eine schwierige Fische-Betonung. Bringt das Jahreshoroskop bzw. die Zeitqualität für die nächsten zwölf Monate nun eine Phase, die Disziplin, Pflichtbewusstsein und strukturierte Ordnung verlangt, dann wird dieser Typ Mensch größere Schwierigkeiten bekommen. Die gleiche Zeitqualität würde aber für einen Menschen, der seinem Wesen gemäß bereits diese Eigenschaften mitbringt (viel Steinbock und Jungfrau im Horoskop), ganz anders wirken. Dieser Typ Mensch würde verstärkt aufblühen in seinem Ordnungssinn. Ein Jahreshoroskop ohne Berücksichtigung des Geburtshoroskops kann also ganz leicht völlig daneben liegen.

                 
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Sind Jahreshoroskope ein subjektives Orakel?


Jahreshoroskope gehören in den Bereich des Orakel. Dieser Begriff wird gerne von Astrologen und anderen Zukunftsdeutern verwendet, die es ein wenig geheimnisvoll haben. Orakel klingt doch viel spannender als "Prognose" oder "Vorhersage". Doch so mystisch und toll sind Orakel in aller Regel nicht, egal, ob ein astrologisches Jahreshoroskop, Tarotkarten oder die Glaskugel. Ein Grund dafür hat weder mit dem Horoskop oder den anderen Methoden zu tun, sondern mit der Person, die in die Zukunft schaut.

Jeder Person, die über Orakel in die Zukunft schaut, seien es Jahreshoroskope, das Pendel, die Karten oder die Glaskugel, hat stets eine subjektiv-verzerrte Wahrnehmung. Sie ist mehr oder weniger stark ein Gefangener ihrer bewussten und vor allem unbewussten individuellen Überzeugungen, Erfahrungen und Glaubenssätze. Der eine sieht ein halb volles, der andere ein halb leeres Glas, der eine ein gesundes stilles Mineralwasser, der andere abgestandenes Leitungswasser.

Sehr viele Astrologen sahen Bush für die Wiederwahl zum amerikanischen Präsidenten als Verlierer. Voreingenommen durch den ungerechtfertigten Irak-Krieg konnte sich keiner vorstellen, dass er wiedergewählt würde und die relativ guten Konstellationen wurden im Lichte dieser Brille einfach "schlecht gesehen". Das Horoskop bzw. Jahreshoroskop kann für solche Irrtümer nichts, es ist ein Problem mangelnder Objektivität des Astrologen. Das Gleiche geschah auch bei anderen Zukunftsdeutern, die das Orakel auf andere Weise ausüben. Der Fehler liegt beim Deutenden, nicht bei dem, was Jahreshoroskope oder andere Instrumente symbolisch verschlüsselt zeigen. Wenn die Person das Problem darstellt, dann ist es egal, ob sie ein nicht-prognostisches Jahreshoroskop, Karten oder was auch immer interpretiert.

                 
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Prognostisches Horoskop und selbsterfüllende Prophezeiung


Der Zukunftsblick mit dem Horoskop hat unter Umständen eine selbsterfüllende Prophezeiung zur Folge. Werden die Deutungen aus dem Horoskop einem Ratsuchenden mit sehr großer Bestimmtheit gesagt und der Betreffende glaubt dies, dann wird er evtl. unbewusst an der Herbeiführung der Prophezeiungen mitwirken. Geschieht dies und das Prophezeite tritt dadurch ein, obwohl es nicht hätte eintreten müssen, dann liegt eine selbsterfüllende Prophezeiung vor.

Angenommen, dem heimatverbundenen Beratungskunden wird z.B. prophezeit, er müsse in den nächsten Monaten aus beruflichen Gründen für einige Jahre nach Japan auswandern. Der Gedanke ans Auswandern gefällt ihm nicht, aber unterschwellig glaubt er die Vorhersage. Ängstlich und unbewusst verändert er seine Arbeit so, dass die Wahl dann tatsächlich auf ihn fällt. Die Prophezeiung hat sich erfüllt, wäre aber vermeidbar gewesen. Er hat sie selbst teilweise herbeigeführt, dehalb war es eine selbsterfüllende Prophezeiung.

Die Gefahr für eine solche selbsterfüllende Prophezeiung besteht vor allem dann, wenn das Horoskop für Ereignis-Prognosen benutzt wird und der Astrologe so tut, als ob er konkrete Ereignisse zuverlässig und genau prognostizieren könnte (was allein mit astrologischen Mitteln nicht möglich ist). Ein Jahreshoroskop, das die Zeitqualität untersucht und zeitspezifische Lernaufgaben formuliert, läuft hingegen kaum Gefahr, eine selbsterfüllende Prophezeiung nach sich zu ziehen.

Wie schon oben beim Thema subjektives Orakel beschrieben liegt auch hier nicht bei der Astrologie und dem Horoskop selbst der Hase im Pfeffer, sondern beim Ausübenden und dessen Umgang damit. Natürlich liegt es teilweise auch am Anliegen der Ratsuchenden, die eben genau wissen wollen, was passieren wird und sich nicht für ein Jahreshoroskop mit Lernaufgaben interessieren. Dennoch muss ein seriöser Astrologe dann klar stellen, was mit einem Jahreshoroskop möglich ist und was nicht. Die Astrologie hat ihre Grenzen und speziell bei der Zukunftsdeutung mit dem Horoskop kann der Astrologe nun mal keine konkreten Ereignisse vorhersehen. Astrologie ist keine Hellseherei.

                 
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Fazit zum Jahreshoroskop


1. Jahreshoroskope, bei denen das Geburtshoroskop außen vor bleibt, können keine gute Qualität haben. Astrologen, die nur die Prognose-Konstellationen beachten und Computerhoroskope sind aus Sicht des Kunden daher zu meiden.

2. Neben dem Jahreshoroskop ist jede Form von Orakel subjektiv geprägt durch den Deutenden. Gute Astrologen sind weitgehend objektiv und unvoreingenommen, wenn sie ein Horoskop betrachten und analysieren. Das bedeutet auch, dass sie über gute Selbsterkenntnis verfügen müssen.

3. Ein gutes Jahreshoroskop bzw. ein umsichtiger Astrologe kann vermeiden, dass sich eine ungünstige selbsterfüllende Prophezeiung ereignet, indem er seine eigenen Grenzen und die der Astrologie anerkennt und nicht glaubt, sich als Nostradamus profilieren zu müssen. Der Klient sollte ebenfalls um diese Gefahr wissen. Ihm sollte bewusst sein, dass es keine fixe Zukunft gibt, er einen freien Willen hat und das Horoskop keine konkreten Ereignisse mit Sicherheit vorhersehen kann.


                 
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